Zeit:ig

Heute am Tag der Hauptprobe sahen wir das Stück das erste Mal komplett. Es war wirklich spannend zu sehen, wie die einzelnen Szenen, die Musik, die Animation, der Schauspieler und die Tänzerin plötzlich in einander griffen und man ein Gesamtkunstwerk sehen konnte, welches in seiner Vielfältigkeit kaum zu überbieten ist. Es scheint immer wieder so leicht, unterhaltsam und einfach, wenn man das Endprodukt kennt aber nur wenn man die Probenphase begleitet und mit den einzelnen Protagonisten gesprochen hat, weiß man, wie viel Arbeit hinter so einen Projekt steckt.

Am Anfang eines jeden Projekts steht die Idee. Minh und Steven wollten schon länger Strawinskys Geschichte vom Soldaten künstlerisch verarbeiten und so kam Minh die Idee, das könnte man irgendwie über Animation machen. Und so kam dann eines zum anderen. Die Idee wurde zusammen mit vielen unterschiedlichen Menschen weiter entwickelt, dann wurden noch schnell Gelder aus dem Innovationsfonds Kunst des Landes Baden-Württember generiert und im Oktober 2012 sollte es dann endlich konkret werden. Das Animationskollektiv motionfruit machte sich langsam aber sich an die Arbeit. Im Dezember kam dann der Regisseur Daniel dazu und das Projekt nahm schlagartig an Fahrt auf. Es wurde auf Hochtouren an der Animation gearbeitet – am 30.4.2013 sollte ja schon Premiere in Esslingen in der Scala sein. Am 8. April trafen sich Daniel und der Schauspieler Uwe bereits in Esslingen um gemeinsam an den Rollen des Soldaten, des Teufels und des Erzählers, die alle Uwe spielen wird, zu arbeiten. Die Tänzerin und Schauspielerin Isa war auch bereits mit dem Stück vertraut und reiste erst am 18.4.2013 an. Am 24.5.2013 traf man sich dann zu ersten gemeinsamen Probe mit den Musikern in Esslingen. Bis auf den Dirigenten waren nun alle da. Die viel gefragten Musiker hatten sich die Noten zuhause angeschaut, trafen sich aber auch zum ersten Mal zum gemeinsamen Proben in Esslingen – 6 Tage vor der Premiere. Zusammen mit dem Dirigenten Miguel der einen Tag später anreiste, schafften es die Musiker in wenigen Tagen zu Höchstformen aufzulaufen. Trotz der kurzen Probenphase und dem anspruchsvollen Noten oder vielleicht auch grade deshalb, schaffte es das Team ein unglaublich rundes und spannendes Programm auf die Beine zu stellen: wir können die Generalprobe und vor allem die Premiere kaum erwarten

Bilder zu (frei):Zeit

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