Schau:Spiel

In einer Probenpause haben wir uns mit Uwe, dem Schauspieler, über die Arbeit mit Animation und Musik gesprochen. Und über Prinzessinnen.

Uwe, wie war es für dich mit Leinwand und Animation zu arbeiten und zu proben?

Stückwerk, ähm einfach…  Nein, nicht einfach aber besser als gedacht. Wir hatten vor allem die erste Zeit nicht so eine große Fläche zur Verfügung wie wir das jetzt hier haben. Außerdem hatten wir nur so Teilausschitte der Animation, auf der aber die wichtigen Sachen drauf waren, wie die Bewegungen vom Soldaten und vom Teufel. Es wirkte nicht behelfsmäßig aber es war klar, dass das alles noch in einem Dummie-Status, die Animateure sprechen immer von Dummies, ist. Es war einfacher als zunächst gedacht. Ich wusste auch nicht genau, was da auf mich zukommt und was es für Interaktionen gibt. Es ist natürlich nicht das gleiche wie mit einem Kollegen zu arbeiten, aber es war gut.

 

 

Ist es die erste Produktion für dich mit Animation?

Ne, vielleicht mit Animation im weitesten Sinne. Also ich habe eher mit Filmausschnitten schon mal gearbeitet. Da gab es eine Korrespondenz zwischen Bühne, Schauspiel und einer Leinwand und gefilmten Szenen, die allerdings auch noch animiert wurden – so was gab es schon mal. Aber in so einer direkten und komprimierten Form habe ich das noch nicht gemacht.

 

Wie hast du bisher die Probenarbeit hier erfahren und auch die Arbeit mit dem Rest des Podium-Teams und den Musikern?

Also im Vorfeld haben wir schon ein bisschen vorgeprobt, der Daniel und ich. Und wir waren schon relativ gut vorbereitet, allerdings haben wir die Musik immer nur vom Band gehabt. Das war eine Aufnahme für das sich das Team vorher entschieden hatte und nach welcher wir die Sache erarbeiten konnten, also auch die Animation. Das Zusammentreffen mit den Musikern war dann äußerst spannend. Ich habe einen Heidenrespekt, weil sie ihre Instrumente so wahnsinnig gut beherrschen. Ich habe auch erst über die Proben gemerkt, wie kompliziert dieser Strawinsky ist. Intuitiv erfasst man das eigentlich ganz gut aber wenn man denen mal beim Proben zusieht und merkt, wie die auch echt ackern müssen – das ist unendlich spannend. Das erste Zusammenkommen war sehr aufregend für mich und passierte mit einer gewissen Vorsicht, aber das hat sehr gut geklappt bisher. Äußerst aufregend war das Zusammentreffen von meinem Teil mit ihrem Teil und wie daraus etwas Ganzes entstehen sollte. Man muss bedenken, dass wir erst so kurze Zeit zusammen sind und die da wirklich einen schweren Job machen, weil die eben nicht nur ihre Musik machen, sondern auch völlig eingebunden sind in das Spiel mit mir, mit der Animation und mit den Musikern unter einander. Toll – Vollprofis mit einer große Offenheit! Das braucht man schon, das ist schon eine echte Fisselarbeit.

 

Joseph heilt mit seinem Geigenspiel eine Prinzessin. Was ist denn deine Methode Prinzessinnen zu heilen und für dich zu erobern? Verrate uns dein Geheimnis!

(Lacht) Ich habe noch nie eine Prinzessin kennen gelernt. (Überlegt) Wobei meine Prinzessin… das sag ich jetzt mal so ganz pathetisch: über Ehrlichkeit und Offenheit. Ich glaube, das ist das beste Heilmittel. Und über das, was letzten Endes hier auf der Bühne stattfindet, sowohl zwischen Musikern, Schauspielern als auch den Animateuren und natürlich dem Publikum: über Kommunikation.

Ein Video über Uwe findet ihr hier.

 

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